Herausragendes musikalisches Engagement gewürdigt - Eckenberg-Gymnasium Adelsheim

Herausragendes musikalisches Engagement gewürdigt

Für sehr gute Leistungen im Fach Musik und ein besonderes musikalisches Engagement würdigte die Karlsruher Werner-Stober-Stiftung Lilli Heß und Elias Hambrecht, beide Abiturienten am EBG Adelsheim. Sie erhielten den mit 500 Euro dotierten Preis, der einmal jährlich vergeben wird.

Lilli lebt und liebt Musik

Die Musik ist „bereits seit meiner frühen Kindheit ein fester Bestandteil meines Lebens“, blickt Lilli Heß auf ihre musikalische Entwicklung zurück. Erst im Kinderwagen liegend, bald im Publikum sitzend, lauschte sie gebannt, wie ihre Eltern im Musikverein Frohsinn Oberschefflenz musizierten. Natürlich ist sie selbst nun Teil des Erwachsenenorchesters. Rasch leitete sie nicht nur Proben, sondern dirigierte auch Konzerte in Vertretung ihres Vaters. Als Jugendvertreterin im Vorstand des Vereins gestaltet sie zudem musikalische Zukunft mit.

Was hier einfach und folgerichtig klingt, ist nicht durch bloße Begeisterung zu erreichen, sondern erfordert viel musikalischen Fleiß: Der Beginn der Grundschulzeit fällt zusammen mit dem des Klavierunterrichts an der Musikschule Mosbach bei Eva Sassenscheidt-Monninger. Hinzu kam als weiteres Instrument die Querflöte. Von September 2018 an spielte Lilli für vier Jahre im Jugendorchester SOS (heute: Sound of Seckach).

„Während viele Menschen in meinem Alter einen Freitagabend vielleicht mit Freunden verbringen, gehe ich gemeinsam mit meiner ganzen Familie zur Musikprobe.“

Am Eckenberg-Gymnasium ermutigte sie der damals dort unterrichtende Jonas Mader, dem Schulorchester „Blow-Pipes“ beizutreten, wo sie bis zur 10. Klasse aktiv mitspielte. Mit dem Eintritt in die 7. Klasse wählte Lilli das Musikprofil und setzte den Klavierunterricht bei István Koppányi fort. Ab der 9. Klasse bereicherte sie die EBG-Big Band – und damit ihre eigenen musikalischen Stile. Zu Beginn der Jahrgangsstufe 2 übernahm sie schließlich vertretungsweise gemeinsam mit Johannes Liepold (Instrumentallehrer am EBG) das Dirigat des Orchesters. In diesem Jahr bildete sie sich zudem durch die Musikmentoren-Ausbildung in Plochingen fort.

Lilli lebt Musik, sie ist Teil ihrer Persönlichkeit, sagt sie von sich, und wohl auch ihr familiäres Erbe:

„Während viele Menschen in meinem Alter einen Freitagabend vielleicht mit Freunden verbringen, gehe ich gemeinsam mit meiner ganzen Familie zur Musikprobe.“

Elias und der (E-)Bass

Auch für Elias Hambrecht bedeutet die Musik fast alles. Dass er ein herausragender Bassist geworden ist, beruht auf einer strategischen Entscheidung: Er habe ursprünglich Geige lernen wollen, aber Herr Arms (Instrumentallehrer am EBG) hätte ihn zum Kontrabass überredet. „Er meinte, dass man damit unheimlich viele Auftrittsmöglichkeiten bekäme.“

Aber der Reihe nach. Elias kam über die musikalischen Früherziehung an der Musikschule Mosbach zur Musik. Im Kindergartenalter hat er mit Klanghölzern in der Hand bei der inklusiven Musikgruppe „Happy Tones“ (damals „Handicaps“) erste Live-Musik-Erfahrungen gesammelt. Es folgten viele Jahre Flötenunterricht; Keyboard lernte Elias an der Musikschule Schifferdecker. In der weiterführenden Schule kam es zum zukunftweisenden Ratschlag, der Elias noch immer begeistert: „Von da an habe ich echt überall mitgespielt.“ Er schwärmt von „riesiger Motivation“ und stellt fest, „fast jedes erdenkliche Ensemble mitgenommen und voll ausgekostet“ zu haben.

„Musik wird mich immer begleiten, zum Beispiel durch meine Band Optical Flow."

Seine Beherrschung des Kontrabasses (ab der 8. Klasse auch E-Bass) ermöglichte ihm, stets die vielen Konzerte und Ensembles am EBG zu unterstützen. Natürlich war die EBG-Big Band für ihn ein Muss. Außerhalb der Schule, wo er auch im Chor singt, machte Elias musikalische Ausflüge zum Jugendsymphonieorchester (JSO) Neckarsulm, zum Jungen Kammerorchester Main-Tauber und dem Landesjugendsinfonieorchester (LJSO) Hessen. Regelmäßige Mitwirkung bei Konzerten der Musikschule Bauland festigten seine Fertigkeiten. Hier nahm für ein Jahr auch Klavierunterricht bei István Koppányi.

So sehr er die Musik liebt – Elias hat sich zunächst gegen das Kontrabass-Studium entschieden. Stattdessen wird er sich dem Rettungsdienst zuwenden. „Musik wird mich dennoch weiter begleiten, zum Beispiel durch meine Band Optical Flow. Wir haben auch schon beim EBG gespielt und freuen uns immer über neue Auftritte!“

Die Werner-Stober-Stiftung in Karlsruhe hat seit ihrer Gründung 1990 mehr als 4 Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet. Sie hat unter anderem das Ziel, Kreativität und Leistung junger Menschen durch Preise und Zuwendungen anzuerkennen. (Text jpw, Foto: röd)