„Prüfen, rufen, drücken“ – Schulung zur Wiederbelebung - Eckenberg-Gymnasium Adelsheim

„Prüfen, rufen, drücken“ – Schulung zur Wiederbelebung

Jede Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahme bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand mindert die Überlebenschancen Betroffener um 10 %, so die Deutsche Herzstiftung. „Aber alles, was wir benötigen, um einen Menschen wiederzubeleben, tragen wir immer bei uns“, erklärt Notarzt Dr. Harald Genzwürker am Eckenberg-Gymnasium und hebt dabei winkend seine Hände in die Höhe.

Im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ schulte der Notfallarzt am 21. September gemeinsam mit Daniel Pfaff (Leiter des Schulsanitätsdienstes) und den Schulsanitätern Schulklassen in Herzdruckmassage. Prägnant veranschaulichte Harald Genzwürler dabei, wie durch die Herzdruckmassage der Brutkreislauf in Gang gehalten wird, um unbedingt das Gehirn dauerhaft mit Blut zu versorgen. Die eingängige Formel „prüfen, rufen, drücken“ wiederholte er im Laufe der Veranstaltung mehrfach: Wenn die Prüfung ergibt, dass die geschädigte Person nicht normal atmet, unbedingt um Hilfe und die 112 rufen und dann drücken, drücken, drücken. Etwa einhundertmal pro Minute muss der Brustkorb niedergedrückt werden – im wahrsten Sinne, „bis der Arzt kommt“.

Hilfreich ist hierbei, den Rhythmus eines Liedes im Kopf zu haben. So probierten nach dem Vortrag alle Schülerinnen und Schüler unter Anleitung und begleitet von den Bee Gees („Stayin‘ alive“) an den zahlreichen Übungspuppen diese Wiederbelebung aus.

Niemand hofft, je eine Person wiederbeleben zu müssen. Die Acht- und Neuntklässler des EBGs dürfen sich jedoch im Fall der Fälle sicherer fühlen, denn sie wissen: „prüfen, rufen, drücken“. (Text, Foto: jpw)