Medienausstattung des Eckenberg-Gymnasiums - Modernisierungsschub
Die Digitalisierung am Eckenberg-Gymnasium geht mit großen Schritten weiter: In allen Klassenzimmern und Fachräumen findet man seit Ende des vergangenen Jahres hochwertige Medientischen vor, die flexibles und interaktives Lernen unterstützen. Hierfür wurde eine sechsstellige Summe investiert.
Frank Endlich ist am Eckenberg-Gymnasium der Beauftragte für die Medien. In dieser Funktion trägt er Verantwortung für die Ausstattung und Wartung jeglicher Medien und Medientechnik des Gymnasiums. Er arbeitet intensiv mit Schulleitung, Kollegium, den Netzwerkbetreuern und den Hausmeistern zusammen, um den unterschiedlichen Anforderungen, aber auch der technischen Umsetzung gerecht zu werden. Einen ganz dicken Haken kann er nun mit seinem Team an den Punkt „Medientische“ machen.
https://ebg.schule/die-schule/aus-dem-schulleben/modernisierungsschub-bei-medienausstattung.html#sigProIdddb5e28fde
Denn in über 40 Klassen- und Fachräumen sind jetzt multifunktionale Medientische der Möbelbaufirma „Inobjekt“ aus dem nahe gelegenen Höpfingen zu finden. Inobjekt produziert Mobiliar, das die vielfältige in Hörsälen, Konferenzräumen oder Schulen verwendete Technik anwenderfreundlich aufnimmt. Entdeckt hat Frank Endlich die Firma mit Schulleiter Martin Klaiber auf der Bildungsmesse „Learntec“. Die Vorteile der neuen Medientische liegen klar auf der Hand, sagt Frank Endlich: „Das ist eine absolut nachhaltige Fortentwicklung. Unsere Objektkameras, Beamer und Lautsprecher können wir uneingeschränkt weiterverwenden. Umgekehrt sind wir an kein System gebunden. Beliebige Endgeräte von Lehrern, aber auch Schülern können angeschlossen werden, um sie zu projizieren.“ Ein weiterer Clou der Tische ist die feste Integration eines Wacom-Displays, vorstellbar als ein etwa DIN-A-3-großer Flachbildschirm, der wie eine Tafel beschriftet werden kann. Es ermöglicht aber auch die Beschriftung und Bearbeitung sämtlicher an das Gerät angeschlossener Bildschirmdarstellungen oder Kameraprojektionen. „Denkbar ist“, erläutert Frank Endlich beispielhaft, „dass eine Klasse in Geschichte einen Lehrfilm über Burgen sieht. Nun kann man den Film an geeigneter Stelle anhalten und ein Kind bitten, direkt auf dem Standbild gerade erklärte Fachbegriffe zu Burgen einzutragen. Das Ergebnis lässt sich abspeichern und kann allen Kindern über die Lernplattform Moodle zugesendet werden. Das ist interaktives Lernen.“
Neben technischen und didaktischen Möglichkeiten liegen weitere Vorteile auf der Hand: So bleiben die Unterrichtenden dauerhaft in Kontakt mit der Klasse, müssen ihr den Rücken beim Schreiben nicht mehr zudrehen. Gleichzeitig bleibt „die gute alte Kreidetafel“ natürlich vollumfänglich erhalten. Notlösungen wie kleine Klapptafeln, die an Smartboards angeschraubt sind, gibt es am EBG nicht. Dass die Tische höhenverstellbar sind, ermöglicht den Lehrenden ergonomisches Arbeiten im Sitzen oder Stehen. Mehr Flexibilität geht nicht.
Michael Schmitt von Inobjekt freut sich bei der offiziellen Übergabe, dass die Schule sich für die Höpfinger Firma entschieden hat. „Natürlich ist es schön, dass der Kunde mal nur 20 Minuten entfernt ist und nicht viele Stunden.“ Er sei aber vor Allem zufrieden, dass Inobjekt der Schule eine passgenaue Lösung für ihre Anforderungen liefern konnte.
Finanziert wurde die Anschaffung aus dem Digitalpakt 1. Hieraus waren ans EBG 300.000 € ausgeschüttet worden. Gut zwei Drittel davon flossen in das neue Mobiliar. Den Rest investierte die Schule in die bessere Abdeckung von W-LAN in allen Schulgebäuden sowie in die Netzwerkstruktur. In diesem Jahr wird auch das Amt für Vermögen und Bau den Ausbau von schnellem Internet auf dem Gelände anstoßen.
Das Eckenberg-Gymnasium mag mit seinen nun 60 Jahren äußerlich nicht mehr ganz jung sein. Zum alten Eisen gehört die Schule aber keinesfalls. Ganz im Gegenteil. (Text, Foto: jpw)